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Die im indonesischen Teil Borneos gelegene Rettungsstation Samboja Lestari der Borneo Orangutan Survival Foundation ist derzeit die Heimat von über 100 Orang-Utans und von über 60 Malaienbären. Verletzt, verwaist und sogar erblindet werden sie oft als Jungtiere in die BOS-Rettungsstation gebracht und vor Ort liebevoll von den Tierärzten und Pflegern versorgt.

Im Unterschied zu den über 500 Orang-Utans, die BOS in ihren zwei Rettungsstationen versorgt, können Malaienbären nicht mehr ausgewildert werden. Zu sehr haben sie sich an den Menschen gewöhnt. Erwachsene oder kranke Malaienbären, welche die längste Zeit ihres Lebens in Gefangenschaft verbrachten, hätten in der Wildnis nur sehr geringe Überlebenschancen. In ihrem Herzen sind die Bären aber wild und haben darum eine artgerechte Haltung verdient. Die grossen naturbelassenen Aussengehege der BOS-Rettungsstation Samboja Lestari bieten den über 60 Malaienbären eine artgerechte Haltung.

Das grösste Malaienbären-Schutzprogramm der Welt

So sollen noch mehr Bären bärengerecht leben – bärenstark!

In der alten Bärenanlage erhielten nur 26 der 60 Bären einen regelmässigen Auslauf in kleineren Freigehegen. Die restlichen Bären fristeten ihre Tage in für sie viel zu kleinen und nicht artgerechten Käfigen. Dank vieler grosszügiger Spenden und tatkräftigen Volontären aus der ganzen Welt, konnten neue Käfige und ein grosszügiges Aussengehege für die Bären realisiert werden. Das insgesamt knapp 16 Hektar grosse Gelände soll fester Wohnsitz der 60 Malaienbären aus den beiden BOSF-Rettungsstationen Samboja Lestari und Nyaru Menteng werden. Die Bauarbeiten am ersten Pilotprojekt haben Ende 2016 begonnen. Die Grafik zeigt die neue Anlage.

Aktuelle Karte neues BOS-Rettungsstation Samboja Lestari (Borneo)

Bereits im Frühjahr 2017 konnten die ersten 13 Bären in die neuen Gehege umziehen. Wir erwarten, dass das Projekt bis Mitte 2019 fertiggestellt werden kann und mehrere Aussengehege und Trainingsanlagen für alle Bären einen regelmässigen Auslauf ermöglichen. 

Trotz Erfolge liegt noch ein langer Weg vor uns! Insbesondere die tägliche Unterhaltung der neuen grossen Anlage und das Futter der Bären kosten monatlich knapp 7'500 Franken, wobei das Projekt zu 100% aus Spenden finanziert wird.

Trotz bisheriger Erfolge ist der Weg noch lang zum Ziel

Die Rettungsstation liegt auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo (Ostkalimantan)